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PA-TRES - Prävention und Reduktion des Tabakkonsums unter Auszubildenden in der Pflege

 

Projektkennung VfD_PA-TRES_13_003453
Laufzeit von 04/2013 bis 09/2016
Webseitehttp://www.pa-tres.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Das Projekt zielt auf die Verhinderung von Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger sowie die Reduktion der Zahl der Raucherinnen und Raucher in der Pflegeausbildung. Es wurde ein Unterrichtskonzept entwickelt und evaluiert, bei dem bewährte Programme und Strukturen vernetzt und auf die besonderen Problemlagen der Auszubildenden im Pflegeberuf adaptiert werden.Im Fokus stehen die Motivierung zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil und Stressbewältigung sowie die Raucherberatung.
Hintergrund / Ziele Es bestehen bereits vielfältige Forschungen, Aktivitäten und Angebote zu Tabakkonsumprävention und Tabakentwöhnungsprogrammen. Der Anteil der Raucher unter jungen Erwachsenen hat sich seit einigen Jahren reduziert, was auf Tabakpräventionsprogramme zurückgeführt wird (Lampert, 2011). Dennoch rauchen junge Erwachsene zwischen 18 und 29 am häufigsten (GEDA, 2009). Studien zeigen außerdem, dass der Anteil der Raucher bei Auszubildenden im Pflegeberuf deutlich höher liegt als in der Allgemeinbevölkerung (Kröger, Piontek & Donath, 2006). Dies ist – neben dem gesundheitlichen Risiko für die individuelle Person – aufgrund der Vorbildfunktion im zukünftigen Gesundheitswesen besonders problematisch. Mögliche Gründe für die hohen Raucherraten unter Auszubildenden im Pflegeberuf sind schulische und berufliche Belastungen, die soziale Funktion des Rauchens und die Möglichkeit, sich durch Tabakkonsum zusätzliche Arbeitspausen zu schaffen (Kolleck, 2004). Das Bundesministerium für Gesundheit hat deshalb zwei Projekte gefördert, mit dem Anliegen, spezifische Angebote für diese Zielgruppe bereits in der Ausbildung zu schaffen.
Methodik Das Projekt umfasste zunächst die Entwicklung und formative Evaluation verschiedener Unterrichtsbausteine zur Verhältnis- und Verhaltensprävention an den Berufsfachschulen für Krankenpflege und Kinderkrankenpflege des Universitätsklinikums Würzburg. Ziel der ersten Projektphase war die Entwicklung eines umsetzbaren und gut akzeptierten Curriculums; dieses wurde einer formativen Evaluation unterzogen und hat sich gut bewährt. In Projektphase 2 wurde auf Basis der Ergebnisse von Phase 1 die Disseminierung der Bausteine in Berufsfachschulen für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege der Region Unterfranken durchgeführt. Die summative Evaluation erfolgt in Form einer clusterrandomisierten Kontrollgruppenstudie. Daten von Auszubildenden wurden zu drei Messzeitpunkten mittels Fragebögen erhoben. Die Hauptzielgrößen sind der Anteil der Raucher sowie die Motivation zu gesundem Lebensstil und Stressbewältigung 6 und 9 Monate nach Implementierung der Bausteine, wobei die Ergebnisse aus Schulen mit und ohne PA-TRES-Unterricht verglichen wurden.Im Anschluss erfolgten die Auswertungen sowie die Manualisierung des Konzepts und die Ausarbeitung einer Homepage. Das Manual und weitere Materialien und Informationen für Lehrende und Auszubildende sind auf der Homepage des Projektes zu finden: www.pa-tres.de.
Im Folgeprojekt PA-TRES 2 werden nun 2 Fortbildungsmodule entwickelt um die Expertisen weiterzugeben. 1. In einem Train-the-Trainer Seminar werden Kompetenzen zu Inhalten und Methoden des Unterrichtskonzepts an Lehrkräfte von Berufsfachschulen weitergegeben. 2. Eine Fortbildung zu Motivierenden Kurzberatung für Lehrende, Praxisanleitende und Stationsleitende wird angeboten um die Bezugspersonen von rauchenden Auszubildenden zu schulen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Längsschnittstudie
Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 16 bis 50 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 26.05.2015