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Verbundprojekt: Ökonomie und Versorgung bei Typ 2 Diabetes

 

Projektkennung VfD_12_003434
Laufzeit von 01/2012, fortlaufend
Webseitehttp://www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net/index.php/experten-info/verbunde/gesundheit/teilprojekt-24?lang=de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) a) Lassen sich zeitliche und regionale Unterschiede in der antidiabetischen Medikation (teilweise) durch regionale Unterschiede in der Versorgungsstruktur erklären?
b)Welche Zusammenhänge finden sich zwischen dem sozioökonomischen Umfeld auf die Verschreibung von Antidiabetika allgemein und einzelnen Substanz(grupp)en (z.B. neue Antidiabetika)?
a) Gibt es Unterschiede in der Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen und damit verbundener Kosten bei stoffwechselgesunden Probanden, Patienten mit gestörter Glukoseregulation, unbekanntem und bekanntem Typ-2-Diabetes
b) Wie hoch sind die Kosten durch Produktivitätsverlust in den verschiedenen Diabetesstadien?
Hintergrund / Ziele Bevölkerungsbezogene Gesundheitserhebungen sind eine wichtige Grundlage für die Erforschung des Typ-2-Diabetes und seiner Vorstufen (Prädiabetes). Werden Patienten mit Typ-2-Diabetes bzw. Prädiabetes mit Personen mit normalem Blutzuckerstoffwechsel verglichen, lässt sich die Bedeutung umweltbezogener, verhaltensabhängiger und anderer Risikofaktoren erforschen und die Belastung durch die Erkrankung abschätzen. Auch Versorgungsmodalitäten und finanzielle Folgen, die die Diabeteserkrankung (oder eine Vorstufe davon) mit sich bringt, können auf diese Weise untersucht werden.

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Förderphase des Kompetenznetzes Diabetes mellitus wird in der Arbeitsgruppe am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf untersucht, ob regionale Unterschiede in der medikamentösen Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes bestehen und worauf diese möglicherweise zurückzuführen sind. Als Einflussfaktoren werden nach individuellen Faktoren wie Übergewicht, Lebensstil oder sozioökonomischer Status nun strukturelle Faktoren, z. B. regionale Versorgungsstrukturen, Möglichkeiten der Früherkennung und das Wohnumfeld untersucht.

In einem weiteren Projekt werden die gesundheitliche Versorgung von Patienten einschließlich der damit verbundenen Kosten und die Kosten durch Produktivitätsverlust von Patienten mit Prädiabetes detailliert auf der Basis von Survey- und Routinedaten erforscht. Für beide Teilprojekte werden die Survey-Daten mit weiteren Datenquellen verlinkt (regionale Versorgungsdaten sowie individuelle Krankenkassendaten).

Beide Projekte sollen wichtige Fragen zu regionalen Versorgungsbedingungen sowie gesundheitsökonomischen Aspekten bei Typ-2-Diabetes bzw. Prädiabetes beantworten und zur Verbesserung der Diabetesversorgung beitragen.
Methodik [1] Die gepoolten DIABCORE-Surveydaten werden durch neue Daten zu Versorgungsbedingungen ergänzt. Mithilfe von Mehrebenenanaylsen wird untersucht, inwieweit regionale Unterschiede in der Antidiabetikatherapie auf individuelle Charakteristika der Probanden, regionale Versorgungsstrukturen und sozioökonomische Bedingungen zurückzuführen sind.

[2] Die direkten Kosten werden aus der Perspektive der Krankenversicherungen geschätzt. Berücksichtigt werden Kosten für ambulante und stationäre Versorgung sowie Medikationskosten.
Für die Auswertung der indirekten Kosten werden bei Patienten mit gestörter Glukoseregulation die Angaben aus den Kassendaten zum Arbeitsausfall mit einem Durchschnittslohn aus der amtlichen Statistik monetär bewertet und verglichen
Datenbasis Primärdaten
   Fragebogen  (Stichprobengröße: k.A.)
Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Kohortenstudie (prospektiv)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 45 bis 74 Jahre
Ergebnisse Die hier aufgeführten Paper stammen aus der 1. Förderphase des Kompetenznetzes Diabetes mellitus. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden aktuell Analysen durchgeführt.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 03.05.2016