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NuV - Pflegerische Versorgung in benachteiligten Regionen - Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer auf pflegerische Versorgungs-, Informations- und Beratungsangebote

 

Projektkennung VfD_NuV_14_003412
Laufzeit von 01/2014 bis 12/2016
Webseitehttp://www.forschungskooperation-nuv.de/index.php/de/projekte/a-versorgungskonzepte/a2-2
Status des Projekts laufend
GesamtprojektForschungsverbund NuV – Nutzerorientierte Versorgung bei chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit
ProjektkuerzelNuV

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) In diesem Projekt werden der Versorgungsbedarf und die -bedürfnisse von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen in ausgewählten ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens aus der Nutzer(innen)perspektive betrachtet. Die Ergebnisse sollen Hinweise geben auf die erforderliche Weiterentwicklung von Strukturen, Angeboten, Kompetenzen und deren Koordinierung. Dies betrifft sowohl die Mobilisierung informeller Ressourcen als auch die Bereitstellung bedarfsgerechter pflegerischer Versorgungsangebote sowie den Aufbau geeigneter Informations- und Beratungsstrukturen.
Hintergrund / Ziele Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zunehmen. Prognosen zufolge wird es in ländlichen Regionen zu einer höheren Zunahme der Pflegebedürftigen kommen als in städtischen. Der überwiegende Teil der pflege- und hilfebedürftigen Personen wird in Deutschland derzeit zuhause durch Angehörige versorgt. Dies entspricht dem Wunsch der meisten Menschen, auch im hohen Alter und trotz Hilfe- und Pflegebedürftigkeit im häuslichen Umfeld verbleiben zu können. Voraussetzung dafür, dass ein Mensch trotz Hilfe- bzw. Pflegebedürftigkeit in seinem häuslichen Umfeld verbleiben kann, ist die Verfügbarkeit eines stabilen privaten, in der Regel familiären Unterstützungsnetzwerks, das die notwendige Hilfe, Pflege und Versorgung erbringen kann. Ist ein solches Unterstützungsnetzwerk nicht gegeben oder bricht es zusammen, wird speziell für pflegebedürftige Personen ein Übergang in eine stationäre Einrichtung unumgänglich.

In Deutschland existieren verschiedene Angebote zur Unterstützung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen sowie deren Angehörigen, allerdings werden diese nur von einem Teil der Zielgruppe tatsächlich genutzt und dies in der Regel auch erst spät – meist bei zunehmender Überlastung. Kritisiert wird, dass die regional zur Verfügung stehenden Versorgungsstrukturen – speziell in ländlichen Regionen – oftmals nicht den Problem- und Bedarfslagen gerecht werden, die aus den soziodemografischen Entwicklungen und der ungleichen regionalen Verteilung der Krankheits- und Pflegelast resultieren. Erforderlich ist demnach eine regional differenzierte und zugleich nutzerorientierte Versorgung. Ziel des Projekts ist es daher, Versorgungsbedarf und -bedürfnisse von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen beispielhaft für ländliche Regionen Nordrhein-Westfalens im Kreis Höxter zu analysieren sowie ihre Sicht auf vorhandene Versorgungs-, Informations- und Beratungsangebote zu ergründen.
Methodik Da die Untersuchung einen explorativen Charakter hat und es dabei im Wesentlichen um Sichtweisen, Erlebnisse und Handlungen der Betroffenen sowie deren Deutungen geht, ist ein qualitatives Forschungsdesign besonders geeignet. Um beide Perspektiven erfassen zu können, werden hilfe- bzw. pflegebedürftige Personen und pflegende Angehörige in ihrer jeweiligen häuslichen Umgebung mittels eines Leitfadens interviewt. Datenerhebung und -analyse erfolgen in einem iterativen Prozess. Die einzelnen Fälle werden erkenntnisgeleitet und kontrastierend ausgewählt. Die Auswertung der Daten erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 65 bis 100 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 03.05.2016