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NuV - Räumliche und soziale Disparitäten in der pflegerischen Versorgung. Die Pflege- und Versorgungssituation von älteren Frauen in Großstädten in NRW

 

Projektkennung VfD_NuV_12_003410
Laufzeit von 12/2012 bis 12/2016
Webseitehttp://www.forschungskooperation-nuv.de/index.php/de/projekte/a-versorgungskonzepte/a1-2
Status des Projekts laufend
GesamtprojektForschungsverbund NuV – Nutzerorientierte Versorgung bei chronischer Krankheit und Pflegebedürftigkeit
ProjektkuerzelNuV

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Die zukünftige Sicherstellung der pflegerischen Versorgung stellt zweifelsohne eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, erfordert aber mehr als einen gesamtgesellschaftlichen Lösungsansatz. Insbesondere erste Erkenntnisse, die darauf deuten, dass das Versorgungsgeschehen durch räumliche und soziale Faktoren beeinflusst wird und folglich große Unterschiede aufweisen kann, erfordern regional differenzierte, kleinräumige und nutzerorientierte Betrachtungen. Auf dieser Grundlage wird im Rahmen des Projekts das Zusammenwirken räumlicher und sozialer Disparitäten in der pflegerischen Versorgung analysiert. Die Versorgungsstrukturen und das Versorgungsgeschehen werden am Beispiel einer ausgewählten Großstadt in NRW differenziert und unter Einbeziehung der Perspektiven professioneller Akteure und Nutzerinnen beleuchtet. Betrachtet wird gezielt die Versorgungssituation älterer Frauen in verschiedenen Stadtteilen und unterschiedlichen sozialen Lebenslagen.
Hintergrund / Ziele In Anbetracht des demografischen Wandels und des steigenden Pflegebedarfs ist es unerlässlich, sich mit den Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Versorgungsgestaltung auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung muss weitaus differenzierter erfolgen, als bisher üblich. V.a. die Befunde, die darauf hinweisen, dass sowohl die Krankheits- und Pflegelast als auch die Unterstützungsstrukturen räumlich und sozial ungleich verteilt sind, sind stärker in die Versorgungsforschung einzubeziehen. Im Bereich der pflegerischen Versorgung mangelt es an kleinräumigen Analysen der gegebenen Versorgungs- und Pflegestrukturen und Bedarfsgerechtigkeit. Mit dem Ziel, Bedarfsgerechtigkeit zu realisieren, muss der kleinräumige Blick außerdem um die Perspektiven der Nutzerinnen ergänzt werden. Denn auch Ungleichheiten im Nutzungshandeln sind mittlerweile evident, auch wenn die ungleichheitstheoretische Betrachtung erst am Anfang steht. Diese Überlegungen führen in die Wohnumgebung und Lebenswelt der Menschen.

Die Ergebnisse dienen der Weiterentwicklung der Grundlagen im Themenfeld soziale Ungleichheit und Pflege. Darauf aufbauend können Ansätze für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung lokaler Versorgungsstrukturen und -konzepte und zur Reduzierung von Versorgungsungleichheiten abgeleitet werden. Die Fokussierung auf ältere Frauen beleuchtet die Versorgungssituation dieser Bevölkerungsgruppe und ermöglicht intensive Einblicke in ihr Alltags(er)leben.
Methodik Der Untersuchungsfokus ist auf die Beziehung räumlicher und sozialer Disparitäten in der pflegerischen Versorgung gerichtet. Am Beispiel einer ausgewählten Großstadt in NRW werden die strukturellen Rahmenbedingungen, d.h. die objektiven Zugangs- und Handlungsmöglichkeiten, die unterschiedliche Stadtteile unter Berücksichtigung ihrer Sozialstruktur bieten, analysiert. In einem weiteren Schritt werden subjektive Wahrnehmungen und Bewertungen der vorhandenen Strukturen und Angebote durch die Nutzerinnen in unterschiedlichen sozialen Lebenslagen betrachtet.

In die Untersuchung eingeschlossen werden Frauen ab 60 Jahre mit einem Unterstützungs- oder Pflegebedarf, die aktuell alleine leben. Frauen sind v.a. aufgrund der höheren Lebenserwartung insgesamt häufiger von Pflegebedürftigkeit betroffen und bilden die größte Nutzergruppe. In Anbetracht ihrer Lebenssituation sind die direkte Wohnumgebung und die vorhandenen Unterstützungs- und Versorgungsstrukturen gerade für sie von besonderer Bedeutung.
Das Vorgehen basiert auf unterschiedlichen Methoden. Neben vorbereitenden Literaturarbeiten und Sekundärdatenanalysen, werden ein Community Health Assessment und qualitative Interviews mit professionellen Akteuren und ausgewählten weiblichen Nutzergruppen durchgeführt.
Datenbasis Primärdaten
Sekundärdaten
Studiendesign Qualitative Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich
Untersuchte Altersgruppen von 60 bis 100 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 18.11.2015