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VERA - Eine Bundesweite Studie zum Versorgungsverlauf bei Depression in Arztpraxen

 

Projektkennung VfD_VERA_13_003375
Laufzeit von 04/2013 bis 04/2016
Webseitehttp://www.psychologie.tu-dresden.de/i2/klinische/Studien/vera/index.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) In welchem Ausmaß wird die S3-Leitlinie im primärärztlichen Sektor wahrgenommen (Rezeption) und befolgt (Adhärenz)? Welche Ärzte zeigen ein fehlende/gute Rezeption und Adhärenz?
Wie ist die Stichtagsprävalenz erkannter und nicht erkannter, behandelter und nicht behandelter unipolarer depressiver Störungen (leicht/mittel/schwer; DSM und ICD Kriterien nach Arzt und Patient)? Werden die Patienten leitlinienorientiert erkannt und versorgt/behandelt? Hat sich die Situation seit 2000 geändert?
Wie gestaltet sich der Versorgungsverlauf (bis zu 12 Monaten) und -ausgang depressiver Patienten nach Studienaufnahme in der primärärztlichen Versorgung / den weiterbehandelnden Einrichtungen in Bezug auf Schlüsselkriterien der leitlinienorientierten Versorgung, insbesondere unter gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten?
Bei welchen Arzt- und Patientengruppen hat eine größere Leitlinienadhärenz einen Einfluss auf den Verlauf und den Ausgang der Erkrankung, insbesondere unter gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten?
Bei welchen Arzt- und Patientengruppen führen verfügbare niederschwellige Maßnahmen zur Verbesserung der Leitlinienadhärenz und darüber hinaus zu einer leitliniengerechteren Versorgung? Wie sind diese niederschwelligen Maßnahmen gesundheitsökonomisch zu bewerten?
Hintergrund / Ziele Es wird eine mehrstufige, bundesweite prospektiv-longitudinale Studie zum Versorgungsverlauf bei Depression in Arztpraxen (VERA) zur Untersuchung der Umsetzung der S3-Leitlinie Unipolare Depression in der primärärztlichen Versorgung mit Schwerpunkten auf die versorgerbezogene Perspektive (Awareness, Kenntnis, Akzeptanz, Adhärenz, fördernde/hemmende Faktoren), die patientenbezogene Perspektive (Alter, Geschlecht, Art/Schwere der Depression) sowie sektorenbezogene Schnittstellen (von primärärztlicher zu spezialisierter Versorgung, Regionseffekte) vorgeschlagen. Geplant ist eine regions-geclusterte Zufallsstichprobe von 300 Arztpraxen (Praktische Ärzte/Allgemeinärzte; ca. 12.000 Patienten zu Baseline) mit genesteter Interventionskomponente. Ziele sind: (1) Erfassung der Rezeption und Adhärenz zur S3-Leitlinie im primärärztlichen Sektor sowie assoziierte Arztmerkmale, (2) Ermittlung der Stichtagsprävalenz und Determinanten erkannter vs. nicht-erkannter, behandelter vs. nicht-behandelter Depression und Vergleich mit Ergebnissen der Depression-2000 Studie, (3) prospektiv-longitudinale Untersuchung erkannter Fälle (Arztdiagnose/ Fragebogen-Cutoff; ca. 2.400 Patienten) nach 1.5, 3 und 12 Monaten unter Berücksichtigung leitliniengerechter Versorgung, (4) Beurteilung von Verlauf und Ausgang der Erkrankung in Abhängigkeit von Leitlinienadhärenz und assoziierten Kosten; (5) Prüfung der Effektivität verfügbarer niederschwelliger leitlinienbezogener supportiver Maßnahmen zur verbesserten Dissemination und Adhärenz in zufällig ausgewählten Arztpraxen.
Die Untersuchung knüpft an bereits vorliegende Studienergebnisse („Depression-2000“) an und erlaubt somit den direkten Vergleich mit der aktuellen Versorgungssituation nach Einführung der S3-Leitline. Die beantragte Studie weist eine längsschnittliche Komponente auf, um die Leitlinienadhärenz im Verlauf sowie deren Rolle für die Güte, Effektivität und Kosten der Behandlung depressiver Patienten zu beurteilen. Über diese Erkenntnisse hinaus wird in einer genesteten Interventionsstudie geprüft, ob bereits zur Verfügung stehende niederschwellige leitlinienbezogene supportive Maßnahmen zur Verbesserung der Leitlinienadhärenz beitragen. Das Projekt erlaubt Aussagen darüber, in welchen Bereichen sich u.a. durch die Einführung der S3-Leitlinie die Versorgung der Depression verbessert hat, dokumentiert das Ausmaß an Rezeption und Adhärenz sowie fördernder/hemmender Faktoren, untersucht die Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und gibt Hinweise wie die Leitlinienadhärenz durch niederschwellige Interventionen verbessert werden kann.
Methodik Regions-geclusterte Zufallsstichprobe von 269 Praxen in der primärärztlichen Versorgung (Praktische Ärzte/Allgemeinärzte). Charakterisierung der Ärzte (Vorstudie). Stichtagsstudie (Querschnitt-Baseline) aller Patienten. Mehrfach Follow-up erkannter Fälle (Arztdiagnose / Fragebogen-Cutoff) 1.5, 3 und 12 Monate nach Baseline. Randomisierte Zuweisung von 46 Arztpraxen zu einer niederschwelligen Intervention zur Förderung der Leitlinienadhärenz, Evaluation der Effekte über die Hauptstudie.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 3.564)
   Befragung telefonisch  (Stichprobengröße: 100)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 02.03.2015