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KUSTIS - Kulturen der sozialen Teilhabe im Stadtteil (KUSTIS)

Integration, Prävention und Partizipation – niedrigschwellige Angebotsentwicklung für Migrantinnen und Migranten

 

Projektkennung VfD_KUSTIS_11_003373
Laufzeit von 10/2011 bis 06/2014
Webseitehttp://www.hs-bremen.de/internet/de/forschung/projekte/detail/index_31223.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Es prüft und befördert Möglichkeiten der Einbindung von älteren Migranten und Migrantinnen in die Angebotsentwicklung in den Bremer Stadtteilen Gröpelingen und Vahr in vierfacher Hinsicht:
(I) Migranten und Migrantinnen als (potentielle) Anbieterinnen und Anbieter ehrenamtlicher Arbeit
(II) Ältere Migranten und Migrantinnen, und gegebenenfalls deren Angehörige, als (potentielle) Nutzerinnen und Nutzer der Angebote
(III) Hemmnisse und Treiber sowie erforderliche Strukturen und Qualifikationen auf Seiten etablierter Einrichtungen und Netzwerke, die die Zielsetzung unter (1) und (2) beeinflussen
(IV) Entwicklung qualitativer und quantitativer Indikatoren für eine regionale und bundesweite, integrative Entwicklung und Evaluation niedrigschwelliger Angebote.
Hintergrund / Ziele Die Konzeption, Umsetzung und Evaluation niedrigschwelliger Angebote für ältere Menschen stellt eine derzeit dringliche Aufgabe von Ländern und Kommunen dar. Getragen von der Erkenntnis, dass für eine wachsende Population alter Menschen ein möglichst langer Verbleib in der eigenen Häuslichkeit gesichert werden muss, sollen mit entsprechenden Angeboten Beratungs-, Unterstützungs- und Betreuungsleistungen geschaffen werden mit dem Ziel, die soziale Teilhabe zu sichern, Vereinsamung entgegenzuwirken und gesundheitliche und psychosoziale Risiken für ältere Menschen und deren Angehörigen zu minimieren. Niedrigschwellige Angebote nutzen insbesondere das Engagement von geschulten, ehrenamtlichen Kräften und bestehende Strukturen der Nachbarschaftshilfe. Ihre Steuerung bedarf sozialraumbezogener, fachlicher Expertise und unterstützende Kooperationsstrukturen zwischen den beteiligten Organisationen, Professionen und Bürger und Bürgerinnen. Erarbeitet und verstetigt werden muss daher in der Kommune und den Stadtteilen das gelungene Zusammenwirken von Gesundheits- und Pflegedienstleistern, von Organisationen mit Sozialarbeitsexpertise unter Einbezug von anderen potentiellen Akteuren mit spezifischer Expertise, wie z.B. den Freizeitwissenschaften. Wesentlich für die konzeptionelle Entwicklung und deren Verstetigung ist darüber hinaus die Einbindung aller relevanten Bevölkerungsgruppen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Einbindung der Bürger und Bürgerinnen mit Migrationsgeschichte dar.
Auf regionaler Ebene werden folgende Zielsetzungen und Ergebnisse angestrebt:
- Initiierung und Grundlagenbildung (Felderschließung = Information/Schulungskonzept) für die Arbeit Ehrenamtlicher im Altenhilfesektor mit Fokus auf die Nutzergruppe der
Migrantinnen und Migranten (Anbieter/Nutzer).
- Konzeptionierung und Erprobung von Freizeitgestaltung und Aktivierung im Rahmen einer interkulturellen Öffnung der Angebote
- Entwicklung einer Anleitung zur Prozessgestaltung für die Implementierung und Evaluation niedrigschwelliger Angebote im interkulturellen Setting
- Entwicklung qualitativer und quantitativer Indikatoren für ein Integrationsmonitoring.

Auf bundesweiter Ebene wird das Projekt einen Beitrag in folgenden Bereichen leisten:

- Es wird Anschluss gesucht und es werden Impulse gegeben für das in Überarbeitung befindliche, bundesweite Integrationsmonitoring.

- Schulen und Einrichtungen, die mit der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften zur Steuerung von Freizeit und Aktivierungsangeboten befasst sind (z.B. Ergotherapeuten) erhalten Anregungen zur Arbeit im interkulturellen Setting.
Methodik Für die Bearbeitung werden Instrumente der Befragung und der Netzwerkanalyse genutzt.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 20.05.2015