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Masern in Norddeutschland: Ist eine Eliminierung bis 2015 absehbar?

 

Projektkennung VfD_12_003278
Laufzeit von 09/2012 bis 10/2013
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Ist die Erreichung des Ziels der WHO, Masern durch eine Durchimpfungsrate von >95% bis 2015 auszurotten, in Norddeutschland absehbar?
Hintergrund / Ziele Deutschland gehört zu den fünf Ländern in der WHO-Euro-Region mit den meisten gemeldeten Masernfällen (1.607 Masernfälle im Jahr 2011). Die WHO empfiehlt eine Durchimpfungsrate von über 95% für 2 Masernimpfungen, um ein endemisches Masernvirus bis 2015 zu eliminieren. In Deutschland wird dies bisher nicht flächendeckend erreicht und es bestehen lokale Impflücken. Diese Studie soll erörtern, ob Norddeutschland die von der WHO verabschiedeten Kriterien für eine Ausrottung des Masernvirus erfüllt und das Masernvirus weiterhin ein Public Health Problem darstellt.
Methodik Die Studie beinhaltet eine umfangreiche Literaturrecherche sowie eine Analyse der gemeldeten Maserninzidenzen und MMR-Durchimpfungsraten. Die Daten wurden nach Bundesland, Jahr, Monat, Woche, sowie Alter und Geschlecht stratifiziert. Es wurde eine Zeitreihenanalyse unter Verwendung eines Moving Average mit einem 5- und 12- Monatsfenster durchgeführt und mit den MMR-Impfungsdaten der Schuleingangsuntersuchungen in Beziehung gesetzt. Die Maserninzidenzen wurden der Datenbank Survstat@RKI entnommen und MMR-Durchimpfungsraten aus den Berichten der Schuleingangsuntersuchungen des statistischen Bundesamtes. Alle Auswertungen wurden mit Microsoft Excel2007 durchgeführt.
Datenbasis Sekundärdaten
   Statistisches Bundesamt  (Stichprobengröße: k.A.)
   Robert-Koch-Institut (Survstat@RKI)  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Ökologische Studie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 120 Jahre
Ergebnisse In den letzten 12 Jahren sind die gemeldeten Masernfälle pro 100.000 Einwohner in allen norddeutschen Bundesländern kontinuierlich gesunken (2001 – 2012: 7,18 -0,14 Masernfälle pro 100.000). Am häufigsten betroffen sind Kleinkinder im Alter von 0-4 Jahren, wobei die Altersspanne zwischen den Bundesländern variiert. Mecklenburg-Vorpommern hat als einziges norddeutsches Bundesland Impfraten von über 95%, weist die geringsten Inzidenzen auf und hat im Zeitraum 2001 - 2012 keinen Ausbruch zu verzeichnen. In den Jahren 2001 bis 2012 wurden fünf Masern Ausbrüche dokumentiert und untersucht (2001 Schleswig-Holstein, 2002 Niedersachsen, 2003 Bremen, 2006 Schleswig-Holstein und 2009 in Hamburg).

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 04.10.2013