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Soziodemographische und organisationale Faktoren und ihr Einfluss auf die Kaiserschnittrate

Eine deutschlandweite Studie auf Basis von Sekundärdaten

 

Projektkennung VfD_13_003270
Laufzeit von 01/2013 bis 12/2014
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welchen Einfluss haben organisationale oder soziodemographische Faktoren auf die Kauserschnittrate deutschen Krankenhäusern.
Hintergrund / Ziele Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich in Deutschland die Kaiserschnittrate fast verdoppelt. Diese liegt laut statistischem Bundesamt bei über 30%1 und überschreitet somit deutlich die von der WHO empfohlene Rate von 15%. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung konnte für Deutschland große regionale Unterschiede in den Kaiserschnittraten zeigen. Ziel dieser Arbeit ist es anhand eines deutschlandweiten Datensatzes mögliche Einflussfaktoren auf die Kaiserschnittrate zu untersuchen. Neben krankenhausseitigen Faktoren werden weitere regionale, soziodemographische Indikatoren untersucht, die die Rate an Schnittentbindungen möglicherweise beeinflusst.
Methodik Die Analyse basiert auf den, in den gesetzlichen Qualitätsberichten 2010, veröffentlichten Daten. Datengrundlage sind somit die Daten aller nach §108 SGB V zugelassenen Krankenhäusern. Insgesamt betrachtet werden 807 unterschiedliche Krankenhäuser mit 663.597 stationären Krankenhausentbindungen. Zur Analyse des Einflusses regionaler Faktoren auf die Kaiserschnittrate werden weitere soziodemographische Faktoren (INKAR – Daten) auf Kreisebene hinzugespielt. Mögliche Zusammenhänge, zwischen Krankenhauseigenschaften (z.B. Trägerschaft, akademischer Lehrstatus), strukturellen Eigenschaften (z.B. Haupt- oder Belegabteilung, Hebammenrate) der behandelnden Abteilung, wie auch soziodemographischen Faktoren der Region und der Kaiserschnittrate werden anhand von Regressionsanalysen untersucht.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenhäuser  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter nicht untersucht
Untersuchte Altersgruppen von 0 bis 0 Jahre
Ergebnisse Die Kaiserschnittrate für das Jahr 2010 liegt laut unseren Daten bei 38,8 Prozent. Der Anteil ungeplanter versus geplanter Kaiserschnitte ist hierbei ungefähr gleich groß (48,6 versus 51,4 Prozent). 5,9 Prozent der stationären Entbindungen finden mit instrumenteller Hilfe statt (Vacuum- oder Zangenentbindungen). Erste Ergebnisse weisen auf einen Zusammenhang zwischen soziodemographischen Merkmalen (z.B. Bildung) der Region und der Kaiserschnittrate hin. Des Weiteren finden sich jedoch auch auf Krankenhaus- und Abteilungsebene organisationale Faktoren, die die Rate an Kaiserschnitten beeinflusst. (Ergebnisse Stand Mai 2013)

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 27.08.2013