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HOMECIMT - Förderung der Teilhabe von chronischen Schlaganfallpatienten in der vertragsärztlichen Versorgung durch Constraint Induced Movement Therapy

 

Projektkennung VfD_HOMECIMT_11_003246
Laufzeit von 01/2011 bis 04/2014
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Wirksamkeit einer für das häusliche Setting modifizierten Form der Constraint Induced Movement Therapy („CIMT at home“) für chronische Schlaganfallpatienten in der vertragsärztlichen Versorgung im Vergleich zur konventionellen Physio- und Ergotherapie („Therapy as usual“) im Hinblick auf die Fähigkeit zur Teilhabe an Alltagsaktivitäten.
Hintergrund / Ziele Teilhabe ist ein wichtiges Element des Rehabilitationserfolgs und ist seit 2001 im Sozialgesetzbuch verankert (SGB IX §8). Aktivierende Therapieformen wie die Constraint Induced Movement Therapy (CIMT) helfen den Patienten, mittels repetitiver, alltagsrelevanter Übungen erlernte Fertigkeiten erfolgreich in ihren Alltag und damit in ihre Teilhabe umzusetzen. In der vertragsärztlichen Versorgung von Schlaganfallpatienten werden physio- und ergotherapeutische Leistungen in der Regel ohne weitere Spezifikation des therapeutischen Ansatzes verordnet. Es fehlt bisher ein Therapiekonzept, das sich explizit am Kriterium der Teilhabe orientiert.
Methodik Cluster-randomisierte kontrollierte Studie (RCT) mit Physio- und Ergotherapiepraxen als Cluster. 71 Therapiepraxen, die Patienten nach Schlaganfall behandeln, wurden nach der Baseline-Erhebung bei den Patienten (n=156) in eine Interventionsgruppe und in eine Kontrollgruppe cluster-randomisiert. Die Patienten erhielten entsprechend der Studienarmzugehörigkeit ihrer Therapeuten für vier Wochen entweder „CIMT at home“ (Intervention) oder „Therapy as usual“ (Kontrollgruppe). Die Fallzahlplanung basiert auf einer Clustergröße von drei Probanden pro Praxis und einer Intra- Cluster-Korrelation von 0,05 (Effektstärke 0,5; alpha-Fehlerwahrscheinlichkeit 0,05; Power 0,80). Die Datenerhebung erfolgte durch verblindete Assessoren im Rahmen von Hausbesuchen bei den Patienten im Prä/Post/Follow-up-Design.
Datenbasis Primärdaten
   Experiment  (Stichprobengröße: 156)
Studiendesign Randomisierte kontrollierte Studie (RCT)
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse 71 ambulant tätige Physio- und Ergotherapeuten behandelten ihre an der Studie teilnehmenden Schlaganfallpatienten für vier Wochen entweder mit „CIMT at home“ (n=85 Patienten) oder mit konventioneller Therapie (n=71 Patienten). Der Armeinsatz bei Alltagsaktivitäten (MAL-QOM) verbesserte sich im Mittel in beiden Gruppen, jedoch durch „CIMT at home“ (+0,56 Punkte) signifikant mehr als durch konventionelle Therapie (+0,31 Punkte) (p=0.0156). In der motorischen Funktion (WMFT-PT) steigerten sich beide ebenfalls, jedoch ohne signifikanten Gruppenunterschied. Diese Effekte wurden für die Einflussgrößen Alter, Depression, Angststörung, Komorbidität, Bildung, Geschlecht und Händigkeit korrigiert. Auch 6 Monate nach Ende der Intervention waren die erreichten Verbesserungen noch nachweisbar.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 03.06.2015