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Routinedatenprojekt - Sekundäre Nutzung hausärztlicher Routinedaten

Gewinnung, Pseudonymisierung und Aufbereitung von Routinedaten aus den Arztpraxisinformationssystemen (AIS) von Hausärzten zur Nutzung für allgemeinmedizinisch-wissenschaftliche und versorgungsforscherische Fragestellungen

 

Projektkennung VfD_Routinedatenproj_99_003168
Laufzeit von 01/1999, fortlaufend
Webseitehttp://www.allgemeinmedizin.med.uni-goettingen.de/de/content/forschung/396.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Gewinnung, Pseudonymisierung und Aufbereitung von Routinedaten aus den Arztpraxisinformationssystemen (AIS) von Hausärzten zur Nutzung für allgemeinmedizinisch-wissenschaftliche und versorgungsforscherische Fragestellungen
Hintergrund / Ziele Das „Routinedatenprojekt“ des Instituts für Allgemeinmedizin, gemeinsam durchgeführt mit Kolleginnen und Kollegen der Medizinischen Hochschule Hannover, soll den Alltag der hausärztlichen Versorgung erschließen. Die wissenschaftliche Datenbasis sind sogenannte Routinedaten aus den Arztpraxisinformationssystemen (AIS) von Hausärzten. Noch in der Praxis werden die herausgezogenen Daten für personenbezogene Informationen pseudonymisiert: wenn die Informationen die Praxis verlassen, kann aus ihnen ein Patient nicht mehr identifiziert werden.
Vorangegangene Projekte (MedViP, Medizinische Versorgung in der Praxis, 1999 bis 2006) und Untersuchungen an diesen hausärztlichen Routinedaten haben gezeigt, dass ihre Nutzung für allgemeinmedizinisch-wissenschaftliche und versorgungsforscherische Fragestellungen möglich und ertragreich ist.
Drei große Aufgaben stehen gegenwärtig im Mittelpunkt des fortlaufenden Projekts: Technik der weitgehend „automatisierten“ Datenextraktion (De-Identifizierung und Verschlüsselung vor Ort; sichere Datenübertragung via Internet)Bestimmung relevanter Datenfelder und Dateninhalte – mit dem Fernziel Definition und Implementierung eines scientific use file (SUF) in allen deutschen AIS. Erweiterung des bereits bestehenden Netzes mitarbeitender Hausarztpraxen (Bereitstellung hochwertiger Routinedaten aus dem AIS über mindestens 5 Jahre) als Beobachtungspraxen-Netz (BeoNet).
Methodik Über die obligate Behandlungsdatentransfer-Schnittstelle (BDT) werden aus hausärztlichen Arztpraxisinformationssystemen (AIS) wiederholt / fortlaufend Behandlungs- und Betreuungsdaten extrahiert, noch in der Praxis pseudonymisiert, verschlüsselt übertragen, und anschließend für wissenschaftliche Fragestellungen aufbereitet.
Datenbasis Primärdaten
   Routinedatenextraktion  (Stichprobengröße: 155.000)
Studiendesign Längsschnittstudie
Beobachtungsstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse Hausärztliche Routinedaten können für allgemeinmedizinisch-wissenschaftliche Fragestellungen und für die Versorgungsforschung genutzt werden.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 19.02.2016