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QUISTA-B - Messung und Analyse subjektiver Lebensqualität in der stationären Pflege Bayerns

QUISTA-B

 

Projektkennung VfD_QUISTA-B_10_003094
Laufzeit von 01/2010 bis 01/2013
Status des Projekts abgeschlossen

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Inwieweit enspricht das entwickelte Befragungstool QUISTA zur Erhebung der subjektiven Lebensqualität in stationären Pflegeeinrichrtungen den Voraussetzungen eines praktikablen und validen Instrumentes?
Hintergrund / Ziele Im Zuge der demographischen Entwicklung sind mehr und mehr Menschen auf eine Versorgung im Pflegeheim angewiesen. Informationen zur Einschätzung der Qualität eines Heimes und der antizipierten Lebensqualität gewinnen dementsprechend an Bedeutung. Doch wie kann Lebensqualität im Heim adäquat erfasst und dargestellt werden? Leider werden die betroffenen Heimbewohner/innen selbst bisher nur am Rande als Informationsträger einbezogen. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens stehen daher die Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen. Auf Basis individueller qualitativer Interviews mit Pflegeheimbewohnern wurde ein Instrument entwickelt, welches Lebensqualität aus der Sicht des Heimbewohners selbst erfasst. Lebensqualität wird dabei aus einer subjektiver Perspektive als Übereinstimmung eigener Ansprüchen mit der Erfüllung dieser Ansprüche innerhalb individuell bestimmter Lebensbereiche erfasst.Gegenstand des Forschungsprojektes war es, den Prototyp des neu entwickelten Fragebogens inhaltlich und formal zu optimieren sowie eine Bestimmung seiner Zuverlässigkeit und Eignung (Bestimmung der beiden Testgütekriterien „Validität“ und „Reliabilität“) vorzunehmen. Darüber hinaus wurden inhaltliche Analysen durchgeführt, die Auskünfte über die subjektiv erlebte Lebensqualität in der stationären Pflege der untersuchten Region Bayerns sowie zu deren Einflussfaktoren erlauben.
Methodik Der Prototyp des neu entwickelten Fragebogens wurde in einem mehrstufigen Verfahren inhaltlich und formal optimieret sowie seine Testgütekriterien bestimmt.

Das Vorgehen sah folgendermaßen aus:

Zunächst wurde in einem Pretest der Prototyp des Fragebogens einer nach Alter (65 – 80 Jahre sowie 80 Jahre und älter) und Geschlecht stratifizierten Stichprobe von n = 25 Personen aus unterschiedlichen Heimen vorgelegt. Begleitend fand eine qualitative Befragung der Teilnehmer bezüglich Umfang, Inhalt und Verständlichkeit des Fragebogens statt.

Nachdem der Fragebogen auf Basis der Pretestergebnisse eine endgültige Form erhalten hatte, wurde eine Pilotstudie zur Validierung durchgeführt. Die Pilotierung ermöglicht zunächst eine systematische Vorabschätzung der Güte (Validität) des Fragebogens an einer Zufallsstichprobe von N=96 Heimbewohner/innen aus sieben unterschiedlichen Heimen. Gleichzeitig diente die Pilotstudie der Abschätzung des voraussichtlichen Zeitaufwandes der Befragung, möglicher methodischer Probleme mit begleitenden Messinstrumenten und der Belastung der Studienteilnehmer/innen durch die Dauer der Befragung.

In einer dritten Phase (Validierungsstudie) wurde eine repräsentative Stichprobe der auskunftsfähigen Bewohner in Bayern mit einem Umfang von n = 483 befragt. Um ein statistisch repräsentatives Abbild der in Bayern vorhandenen stationären Einrichtungen zu gewährleisten, wurde bei der Konstruktion der Stichprobe die Struktur der Heimlandschaft hinsichtlich Heimgröße, Trägerchaft und Region (städtischer/ ländlicher Raum) berücksichtigt. Die Validierung des Fragebogens wurde auf unterschiedlichen Ebenen realisiert. In Erman-gelung eines Goldstandards zur Messung von Lebensqualität werden im Rahmen einer Konstruktvalidierung konvergente und divergente Validität überprüft.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen nicht untersucht
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 26.04.2016