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CCC-MC - Psychoonkologische Beratung und Behandlung im Rahmen der Comprehensive Cancer Center’s (CCC)

Multizentrische Studie zur Erfassung des Bedarfs, der Indikationsstellung, der Inanspruchnahme sowie der Evaluation des psychoonkologischen Versorgungsangebots

 

Projektkennung VfD_CCC-MC_13_003083
Laufzeit von 03/2013 bis 02/2016
Webseitehttp://www.tumorbio.uni-freiburg.de
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Wie sehen Ausmaß und Art der psychosozialen Belastungen, der Erwartungen und der Betreuungswünsche im Vergleich der Inanspruchnehmer sowie der Nicht-Inanspruchnehmer von psychoonkologischen Dienstleistungen aus?
Welche Prädiktoren
*erkrankungsbezogene Merkmale,
*soziodemographische Merkmale,
*psychosoziale Merkmale sowie
*strukturelle Merkmale und
*Merkmale sozialer Unterstützung
beeinflussen die Inanspruchnahme bzw. die Nicht- Inanspruchnahme psychoonkologischer Leistungen?
Wie sieht die Erfolgsbewertung der erfolgten Betreuung seitens der Patientinnen und Patienten gemessen an Zielkriterien wie
*Reha-Zielerreichung,
*psychische Befindlichkeit und
*Zufriedenheit & QoL
aus?
Welche patientenseitigen Barrieren und Schwellen sowie strukturbedingten Barrieren und Schwellen der
Inanspruchnahme (Akzeptanz, Information etc.) lassen sich identifizieren?
Welche Bedeutung haben die Angebote organisierter Selbsthilfe für die beiden Gruppen?
Hintergrund / Ziele Trotz vieler Fortschritte in der psychoonkologischen Forschung und Versorgung ist anhand der Forschungsliteratur ersichtlich, dass eine strukturierte psychoonkologische Versorgung durch psychoonkologische Dienste (POD) in den Comprehensive Cancer Center’s (CCC) noch nicht hinreichend etabliert ist. Vor diesem Hintergrund soll unser jetziges Forschungsvorhaben durchgeführt werden, welches eine Bestandsaufnahme psychoonkologischer Beratung und Betreuung in den verschiedenen Zentren unter individuellen sowie strukturellen Gesichtspunkten erstellt und eine Untersuchung von ausgewählten Patienten mit ausgewählten Messinstrumenten durchführt.----------In dieser Studie sollen die psychosozialen Belastungen bei den Patientinnen und Patienten (mittels Selbsteinschätzung) systematisch ermittelt, der Bedarf, die Anliegen der Patientinnen und Patienten für psychoonkologische Hilfen erfasst und die Inanspruchnehmer eines psychoonkologischen Unterstützungsangebot sowie die Nicht-Inanspruchnehmer hinsichtlich verschiedener unabhängiger Variablen sowie abhängiger Variablen über einen Zeitraum von vier Messzeitpunkten (T0 bis T3 - d.h. über einen Zeitraum von 12 Monaten) nachverfolgt werden.----------Die Inanspruchnahme wird hierbei definiert als erfolgte psychoonkologische Beratung oder Behandlung durch eine psychoonkologische Fachkraft im Rahmen des POD des CCC, Nicht-Inanspruchnahme wird definiert als keine erfolgte Beratung oder Behandlung durch den POD.----------Die wissenschaftlichen Fragestellungen der Studie umfassen das Ausmaß und die Art der psychosozialen Belastungen, Erwartungen und Betreuungswünsche im Vergleich der Inanspruchnehmer sowie Nicht-Inanspruchnehmer von psychoonkologischen Dienstleistungen, die Prädiktoren (erkrankungsbezogene, soziodemographische, psychosoziale sowie strukturelle Merkmale) der Inanspruchnahme bzw. Nicht- Inanspruchnahme psychoonkologischer Leistungen, die Erfolgsbewertung der erfolgten Betreuung seitens der Patienten, die Identifikation patientenseitiger sowie strukturbedingter Barrieren und Schwellen der Inanspruchnahme sowie die Bedeutung organisierter Selbsthilfe für die psychosoziale Betreuung.----------Als Kerninstrumentarium werden standardisierte Instrumente / Fragebogen zur psychosozialen Belastung, psychischen Befindlichkeit, Lebensqualität und sozialen Unterstützung (Distress Thermometer, PHQ-D, HADS, SF12, SSUK) sowie selbstentwickelte Instrumente zur Erfassung der Erwartungen und Wünsche hinsichtlich einer psychoonkologischen Betreuung, der Zufriedenheit mit der Informationsvermittlung und den zur Verfügung stehenden psychoonkologischen Angeboten, der Vermittlungswege und der Barrieren bei Nicht-Inanspruchnehmern erhoben. Ebenso werden im Verlauf die spätere Inanspruchnahme der psychosozialen, medizinischen und rehabilitativen Angebote sowie die Nutzung von Angeboten der Selbsthilfe erfasst. Darüber hinaus werden soziodemographische sowie medizinische Basismerkmale erhoben.
Methodik Die Rekrutierung der Patienten erfolgt in den 12 Comprehensive Cancer Center’s (CCC) in Deutschland.
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Einschlusskriterien:
*Patient(inn)en mit Tumorerkrankung
- ohne Selektion von Diagnosegruppen, Tumorstatus oder anderen
Merkmalen
*ab einem Alter von 18 Jahren
*unter kurativer oder palliativer Behandlung
*ausreichende Deutschkenntnisse.
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Ausschlusskriterien:
*Anzeichen einer akuten psychiatrischen Erkrankung (Schizophrenie,
Depression) oder
*Anzeichen einer chronisch-neurologischen Erkrankung (z.B. Demenz).
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Patienten, die den festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien entsprechen, werden durch den jeweiligen verantwortlichen Kooperationspartner über die Studie informiert (Ausgabe der Patienteninformation).
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Für eventuelle Rückfragen, die durch die verantwortlichen Kooperationspartner und/oder die behandelnden Ärzte nicht beantwortet werden können, ist eine Kontaktadresse bzw. Telefonnummer der Studienkoordinatorin auf der Patienteninformation vermerkt, an die sich die Patienten jederzeit wenden können.
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Nur im Falle einer Zustimmung zur Teilnahme an der Studie durch Unterschreiben der Einverständniserklärung (informed consent) werden die auszufüllenden Fragebögen ausgehändigt.
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Die Studie wird vier Messzeitpunkte umfassen:
- T0: Screening psychosozialer Belastung
(nach erfolgter Diagnosestellung; vor oder während laufender
Behandlung)
- T1: Ausführliches psychosoziales Assessment
(Zeitraum zwischen 1-2 Tagen und 2 Wochen nach T0)
- T2: schriftliche Nachbefragung mit Evaluation der psychoonkologischen
Beratung bzw. möglicher Veränderung des Inanspruchnahme-Status’
(6 bis 8 Monate nach T1)
- T3: schriftliche Nachbefragung mit Evaluation der zwischenzeitlichen
Änderungen der Inanspruchnahme im Verlauf
(12 Monate nach T1).
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Als Kerninstrumentarium werden standardisierte Instrumente zur psychosozialen Belastung, psychischen Befindlichkeit Lebensqualität und sozialen Unterstützung (Distress Thermometer, PHQ-D, HADS, SF12, SSUK) sowie selbstentwickelte Instrumente zur Erfassung der Erwartungen und Wünschen hinsichtlich einer psychoonkologischen Betreuung, der Zufriedenheit mit der Informationsvermittlung und den zur Verfügung stehenden psychoonkologischen Angeboten, der Vermittlungswege und der Barrieren bei Nicht-Inanspruchnehmern erhoben.
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Weiterhin werden im Verlauf die spätere Inanspruchnahme der psychosozialen, medizinischen und rehabilitativen Angebote sowie die Nutzung von Angeboten der Selbsthilfe erfasst.
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Darüber hinaus sollen soziodemographische sowie medizinische Basismerkmale erhoben werden.
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Die Zielsetzung der Studie zielt auf eine realistische Abbildung der Tätigkeit der PODs in den verschiedenen CCCs ab.
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Da nach Rücksprache mit den kooperierenden CCCs unterschiedliche Patientengruppen versorgt werden und die Zielsetzungen der Studie im Bereich einer Erfassung von versorgungsrelevanten Zielparameter
liegen, erfolgt keine Selektion der Stichprobe im Hinblick auf Diagnosegruppen, Tumorstatus oder andere Merkmale.
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Der anzustrebende Stichprobenumfang wurde daraufhin auf der Basis verfügbarer Tabellen (Bortz & Döring, 2006, S. 633) und nach methodischer Beratung mit dem Zentrum für Klinische Studien der Universität Freiburg bestimmt.
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So sollen über einen unterschiedlichen Zeitraum in den verschiedenen CCCs maximal 120 Patienten pro CCC konsekutiv erhoben (Gesamt N = 1320).
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Ein Stichprobenumfang dieser Größenordnung erlaubt es, im Rahmen der Varianzanalyse mögliche Interaktionseffekte der studienrelevanten Faktoren auch in einer eher geringen Stärke von f = .1 mit
1-prozentiger Irrtumswahrscheinlichkeit und einer Power von .80 entdecken zu können.
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Je nach Anzahl der in den POD betreuten Patienten kann der Rekrutierungszeitraum unterschiedlich lange dauern. Nach einer Übersicht der in den CCCs pro Jahr betreuten Fallzahlen kann davon ausgegangen werden, dass alle Zentren für die Rekrutierung maximal 5 Monate benötigen werden.
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Für die Nachbefragungen (T2, T3) wird mit einer Dropout-Rate von 25 % gerechnet.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: 1.320)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 80)
   Befragung im Krankenhaus  (Stichprobengröße: 1.320)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse T0 & T1 - Dateneingabe
erste Zwischenergebnisse: 31. DKK Berlin 2014
T2 - abgeschlossen
T3 - laufend

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 16.02.2015