[Zurück zur Trefferliste]

HzV - Evaluation der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg - AP 4

Implementierung der DEGAM-Leitlinie „Herzinsuffizienz“

 

Projektkennung VfD_HzV_11_002110
Laufzeit von 03/2011 bis 12/2012
Webseitehttp://www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de/forschung4/hzv.html
Status des Projekts abgeschlossen
GesamtprojektHzV-Evaluation in Baden-Württemberg

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Untersucht wurden zwei Fragestellungen: Werden Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz im Rahmen der HzV leitliniengerechter behandelt als in der Regelversorgung und führt die Leitlinienbear-beitung in Qualitätszirkeln zu einer weiteren Verbesserung?
Hintergrund / Ziele Der Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg sieht die Umsetzung von mindestens zwei Leitlinien pro Jahr durch die Bearbeitung in Qualitätszirkeln vor. Die Leitlinie ‚Herzinsuffizienz‘ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) ist wegen der hohen Behandlungskosten und der stetig steigenden Prävalenz dieser Krankheit besonders bedeutsam. Vor allem die leitliniengerechte medikamentöse Therapie reduziert Komplikationen, erhöht Lebensqualität und Lebensdauer der Patienten und senkt die Behandlungskosten.

Methodik Als Datengrundlage standen Routinedaten der AOK Baden-Württemberg zur Verfügung. Es wurden Patienten mit Herzinsuffizienz, die im Rahmen der HzV behandelt werden (HzV-Gruppe) mit Patienten der Regelversorgung (Kontrollgruppe) hinsichtlich ihrer Versorgungsqualität jeweils 8 Monate vor und nach der Intervention verglichen. Primäre Zielkriterien war die leitliniengerechte Verordnung von ACE-Hemmern bzw. AT-1-Antagonisten und Betarezeptoren-Blockern. Eine Adjustierung für verschiedene Kovariaten erfolgte über ein multivariates Mehrebenen–Regressionsmodell.
Datenbasis Sekundärdaten
   Krankenkassen - GKV  (Stichprobengröße: 54.000)
Studiendesign Querschnittstudie
Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 100 Jahre
Ergebnisse Aus 3.667 Praxen waren Daten verfügbar (1.295 HzV-Praxen, 2.158 Nicht-HzV-Praxen). Nach validierten Diagnose-(Einschluss-)Kriterien konnten 16.584 Patienten in die Interventionsgruppe und 28.992 Patienten in die Kontrollgruppe eingeschlossen werden.
Die HzV-Gruppe wurde entsprechend der primären Zielkriterien zu beiden Zeitpunkten signifikant besser versorgt (73,1% vs. 69,3% der Patienten erhielten zu T0 einen ACE-Hemmer oder AT-1-Blocker und 54,2% vs. 52,3% erhielten einen Betablocker zu T0), allerdings konnte durch die Qualitätszirkel keine weitere Verbesserung erreicht werden.

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 10.04.2013