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EC@T - Einstellungen zur eCommunication in der Behandlung chronisch kranker Patienten

 

Projektkennung VfD_EC@T_12_002076
Laufzeit von 04/2012, fortlaufend
Webseitehttps://www.uniklinik-freiburg.de/aqms/projekte/versorgungsforschung/ecommunication.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Welche Einstellungen haben Behandler und chronisch kranke Patienten zur eCommunication in der Behandlung?
Wie lassen sich Einstellungen zur eCommunication messen/erheben?
Was sind relevante Prädiktoren der Einstellungen zur eCommunication?
Hintergrund / Ziele Die Gesundheitsversorgung in Deutschland ist häufiger Kritik ausgesetzt. Trotz steigender Arztzahlen scheint eine Versorgung in bestimmten Regionen Deutschlands (z.B. ländlichen), bei bestimmten Arztgruppen (z. B. Allgemeinärzte) und für bestimmte Gesundheitsbereiche (z. B. chronische Krankheiten) nicht zufriedenstellend gewährleistet. In Studien konnte der sinnvolle und effektive Einsatz neuer Medien bei der Gesundheitsbehandlung bereits mehrfach demonstriert werden. Bestehende Versorgungsstrukturen können ergänzt, und somit Lücken innerhalb der Systeme geschlossen werden. Kosten könnten gegebenenfalls eingespart oder Ressourcen effizienter genutzt werden.

Trotz des großen Potentials ist die elektronische Kommunikation (eCommunication) mit dem Behandler derzeit noch nicht fest im deutschen Gesundheitssystem verankert. Neben den strukturellen Bedingungen (z. B. Verfügbarkeit von elektronischen Geräten wie PC oder Smartphone) und gesetzlichen Vorgaben entscheiden die Einstellungen der Behandler und der Patienten essentiell, auf welche Art kommuniziert wird. Zum aktuellen Zeitpunkt ist über die Einstellungen der Behandler oder der Patienten zur eCommunication in der Gesundheitsversorgung wenig bekannt. Ebenso ist unklar, inwiefern diese Einstellungen das Verhalten der Ärzte und der Patienten beeinflussen. Hier liegt ein Bedarf an Klärung vor, durch die die Bedeutung dieser Einstellungen zu eCommunication festgestellt werden soll. So gibt es zwar etliche internetbasierte Interventionsstudien, doch kaum eine erfasst die Meinung des Patienten oder des Behandlers dazu.

Die Ziele sind:
- Entwicklung eines theoriebasierten Messinstruments (EC@T-Fragebogen) zur Erfassung der Einstellungen zur eCommunication in der Behandlung chronisch kranker Patienten;
- Psychometrische Überprüfung des Fragebogens EC@T;
- Qualitative und quantitative Beschreibung der Einstellungen chronisch kranker Patienten sowie der Behandler sowie Gegenüberstellung dieser;
- Aufdeckung relevanter Prädiktoren der Einstellungen zur eCommunication
Methodik Im EC@T-Projekt sind zwei Studien vorgesehen um die Einstellungen zur eCommunication zu untersuchen: eine qualitative sowie eine quantitative Studie. In beiden Studien sollen sowohl chronisch kranke Patienten als auch Behandler als Stichprobe herangezogen werden. Als Behandler sollen 1. niedergelassene Hausärzte, 2. Rehabilitations-Ärzte und 3. Rehabilitations-Psychologen befragt werden. Als chronisch kranke Patienten sollen Rehabilitanden aus somatischen und psychosomatischen Einrichtungen, sowie Patienten aus Hausarztpraxen herangezogen werden.

Die qualitative Studie beabsichtigt im Rahmen von Einzelinterviews die Einstellungen zur eCommunication zu befragen. Dabei sollen etwa zwei Interviews pro Diagnosegruppe bzw. Berufsgruppe geführt werden, insgesamt 21 (12 x Patienteninterviews; 9 x Behandlerinterviews) Einzelinterviews.

Für die quantitative Studie sind zwei Messungen geplant um die Retest-Reliabilität des EC@T-Fragebogens zu untersuchen und die Faktorenlösung der ersten Testung validieren zu können. Die Befragung der Rehabilitanden soll vor der Reha und zum Reha-Beginn erfolgen, um Effekte der Behandlung auf die Einstellungen zu vermeiden. Die Hausarztstichprobe soll für die Erstmessung in den Praxen angesprochen werden und den Fragebogen für die Zweitmessung postalisch zugestellt bekommen. Es ist geplant 320 Rehabilitanden und 160 Hausarztpatienten zu befragen.
Datenbasis Primärdaten
   Befragung postalisch  (Stichprobengröße: k.A.)
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: k.A.)
   Befragung (Fragebogen) in der Einrichtung vor Ort  (Stichprobengröße: k.A.)
Studiendesign Querschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 18 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 16.03.2016