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Einfluss von Gesundheit, sozialen Belastungen und räumlicher Umgebung auf Partizipation und Autonomie bei älteren Menschen: Analyse individueller und regionaler Ressourcen

 

Projektkennung VfD_11_002055
Laufzeit von 08/2011 bis 07/2014
Webseitehttp://www.helmholtz-muenchen.de/igm/forschung/projekte/aktuelle/kora-age-ii/index.html
Status des Projekts laufend

 

Projektbeschreibung

Fragestellung(en) Der Zusammenhang zwischen Partizipation und Autonomie einerseits und physischer und mentaler Gesundheit andererseits ist durch internationale Studien bereits gut bekannt. Sehr plausibel ist auch der Zusammenhang von Partizipation mit der baulichen, sozialen und ökonomischen Umwelt. In Deutschland wurde dies bisher kaum untersucht. Die KORA-Studie in Augsburg bietet eine hervorragende Möglichkeit, um Art und Stärke dieser Zusammenhänge in einer älter werdenden Bevölkerung in Deutschland zu analysieren.
Hintergrund / Ziele Das Projekt konzentriert sich auf ältere Personen in der Region Augsburg (Stadt Augsburg und Gemeinden im Umland). Drei Fragen stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen: (a) Wie stark ist der Zusammenhang zwischen Partizipation und Autonomie einerseits und individuellen gesundheitlichen Merkmalen wie Gesundheitszustand, Gebrechlichkeit und Behinderung andererseits? (b) Wie groß ist der Einfluss der baulichen, sozialen und ökonomischen Umwelt auf die Partizipation? (c) Welche Unterschiede gibt es zwischen der gewünschten und der tatsächlich praktizierten Partizipation, und zwischen den wahrgenommenen und den tatsächlich vorhandenen Ressourcen und Barrieren? Die Ergebnisse werden nicht nur unser Wissen über die Zusammenhänge zwischen Partizipation und Gesundheitszustand erweitern. Sie werden auch von praktischer Bedeutung für ältere Menschen sein, vor allem durch Entwicklung konkreter Vorschläge zur Verbesserung der Chancen für die Teilhabe am öffentlichen Leben.
Methodik Vier Arbeitsschritte lassen sich unterscheiden: (a) Ungefähr 700 Probanden, die schon in der Studie 'KORA-AGE-1' untersucht wurden, werden erneut befragt und untersucht, um die individuellen Determinanten und Bedingungen von Partizipation zu erfassen. (b) Die regionale Verteilung der sozialen Deprivation wird pro Gemeinde und für einzelne Versorgungsregionen im Stadtgebiet Augsburg erhoben. (c) In sechs Versorgungsregionen der Stadt Augsburg werden die für ältere Personen relevanten Ressourcen und Barrieren erhoben. In jeder dieser sechs Gebiete wird eine Fokus-Gruppe eingerichtet, um Wahrnehmung von und Einstellung zu diesen Ressourcen und Barrieren erfassen zu können. (d) Die Ergebnisse werden mit Vertretern der Stadt Augsburg und nationalen Experten diskutiert, um konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Partizipation und Gesundheit älterer Menschen ableiten zu können.
Partizipation wird erfasst über Variablen aus dem Instrument 'International Classification of Functioning, Disability and Health'. Behinderung wird erhoben mit dem 'Health Assessment Questionnaire Disability Index (HAQ-DI)'. Partizipations-Barrieren werden betrachtet aus Sicht der Probanden und durch Analyse der tatsächlich vorhandenen Angebote und Ressourcen. Der soziale Status wird z.B. durch die subjektive Wahrnehmung des eigenen Status erhoben.
Datenbasis Primärdaten
   Interview (Face to face)  (Stichprobengröße: 900)
   Gruppendiskussion/Fokusgruppe  (Stichprobengröße: 50)
Studiendesign Längsschnittstudie
Untersuchte Geschlechter weiblich und männlich
Untersuchte Altersgruppen von 65 bis 99 Jahre
Ergebnisse --

Forschende und kooperierende Einrichtungen

Projektverantwortliche

Förderung

Veröffentlichungen

Schlagwörter

 

Stand: 11.05.2013